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2004

Die Nachrichten des Jahres 2006

News from 2006


Über PortalU, das Umweltportal Deutschland!

Wir bieten Ihnen einen zentralen Zugriff auf mehrere hunderttausend Internetseiten und Datenbankeinträge von öffentlichen Institutionen und Organisationen. Zusätzlich können Sie aktuelle Nachrichten und Veranstaltungshinweise, Umweltmesswerte, Hintergrundinformationen und historische Umweltereignisse über PortalU abrufen.

Die integrierte Suchmaschine ist eine zentrale Komponente von PortalU. Mit ihrer Hilfe können Sie Webseiten und Datenbankeinträge nach Stichworten durchsuchen. Über die Option "Erweiterte Suche" können Sie zusätzlich ein differenziertes Fachvokabular und deutschlandweite Hintergrundkarten zur Zusammenstellung Ihrer Suchanfrage nutzen.

PortalU ist eine Kooperation der Umweltverwaltungen im Bund und in den Ländern. [...]

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.:EDIT:.

The European Distributed Institute of Taxonomy, EDIT, is the collective answer of 27 leading European, North American and Russian institutions to a call of the European Commission, issued in 2004, for a network in « Taxonomy for Biodiversity and Ecosystem Research ». This project has started on the 1st of March 2006 and will last 5 years.

Webpage now ONLINE ...


The Swiss Academy of Sciences just launched a new website on:

Access & Benefit Sharing

good practice for academic research on genetic resources

The purpose is to inform the academic community about the system governing access to biological resources and the fair sharing of benefits that arise from their use as set out by the Convention on Biological Diversity CBD.

The website explains the steps that must be taken when accessing biological resources for research purposes. All information is based on the CBD and the Bonn Guidelines. The Swiss Academy of Science recently published a brochure on the Access and Benefit ABS topic. The website is a supplementary utility aiming to disseminate ABS knowledge. It pinpoints viable options for basic research. The target research community is Switzerland but all information can be adapted for other nations.

The website includes some additional features such as a marketplace where scientists are invited to post mutually satifying research experiences and case studies regarding genetic resources. The site also offers updates on current international policy developments, checklists and a download area.


Neues Forum zum Journal Impact Factor

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der "Journal Impact Factor" wird zunehmend bei Evaluierungen von Instituten und Wissenschaftlern als Maßstab für die Qualität wissenschaftlicher Publikationen verwendet. Die Eignung des IF für diese Anwendung ist umstritten [...] Tragen Sie daher zu der Diskussion unter www.snsd.de/impact-factor-forum bei und machen Sie möglichst viele Kollegen auf das Forum aufmerksam. Dr. Christian Schmidt


Taxonomen und Nutzer: zwei Spezies, die sich selten treffen:: Deutsche Version

Liebe Kollegen,

Unter dem Titel "Taxonomists and Users: two species that rarely meet" (Englische Version) habe ich einige Gedanken zum Verhältnis zwischen Taxonom und Anwender taxonomischer Information zusammengefasst. Mich erstaunte immer wieder, wie schlecht die Kommunikatiuon zwischen beiden Gruppen ist und wie konstant beide aneinander vorbeireden. Anstatt darüber in Depression zu verfallen, habe ich versucht, die zugrundliegenden Missverständnisse aufzuspüren. Herausgekommen ist der Text, den Sie hier finden: Deutsch... oder English ...

Der Text [abgeschlossen zum 11. Mai 2006] stieß auf erfreulich viel Resonanz, die den Text erweitert und viele von mir nicht erwähnte Punkte zur Sprache bringt. Lesen Sie hier auf englisch, was die Kollegen dazu meinen ...

Click here to read the discussion page ...


6. Internationale Tag der Artenvielfalt 2006 in Honduras Mehr ...


Die Schweizerische Systematische Gesellschaft gegründet



Neues Forum zum Journal Impact Factor

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

der "Journal Impact Factor" wird zunehmend bei Evaluierungen von Instituten und Wissenschaftlern als Maßstab für die Qualität wissenschaftlicher Publikationen verwendet. Die Eignung des IF für diese Anwendung ist umstritten; die Folgen führen zu einer Verschiebung von Forschungsschwerpunkten von z. B. taxonomisch-systematischer Grundlagenforschung hin zu möglichst spektakulären Themen. Der Biodiversitätsforschung, einem Bereich unbestrittener Wichtigkeit, wird dadurch die Basis entzogen.

Diesem negativen Trend möchten wir entgegenwirken. Zu diesem Zweck haben wir ein Diskussionsforum eingerichtet, das die fachübergreifende Kommunikation ermöglichen und fördern soll. Ziel dieser befristeten Aktion ist es, die wissenschaftliche Öffentlichkeit über das Problem umfassend zu informieren und die Entwicklung angemessenerer Bewertungsverfahren zu fördern.

Es liegt im Interesse eines jeden Forschenden und eines jeden Institutes, dass möglichst sachgemäße und angemessene Kriterien die Basis für Entscheidungen über die Zunkunft von Instituten und Forschern bilden. Tragen Sie daher zu der Diskussion unter www.snsd.de/impact-factor-forum bei und machen Sie möglichst viele Kollegen auf das Forum aufmerksam.

Wir freuen uns darauf, von Ihnen zu lesen, mit freundlichen Grüßen!

Dr. Christian Schmidt


Aktualisierung bei der Anzahl der Taxonomen

In der Zwischenzeit sind neue Taxonomenzahlen für die Welt, die USA und Brasilien verfügbar geworden. Das eine sind neue Zahlen, das andere alte Zahlen .... Mehr ...


First EDIT Workshop on ATBI+M pilot sites

WP7: Application of Taxonomy for Biodiversity Conservation

22-25 May 2006 in Stuttgart at the State Museum for Natural History


Als Gastgeber der 8. Vertragsstaatenkonferenz nutze Brasilien

sehr erfolgreich die Möglichkeit seine Aktivitäten im Bereich

der Taxomie vorzustellen.

Brasilienschwerpunkt

Alle Beiträge finden Sie nun hier ...

Bilder einer Tagung ...


ISO Acronyms & Organisations

International organizations in liaison with technical committees.


Tiefgekühlt::Polar Acronyms

Von der Website:: "Acronyms and abbreviations are extensively used in science, and any programme, institute or organisation with respect for itself has one. However, these acronyms and abbreviations can create a problem for someone reading papers outside their own special field. A list for guidance in the jungle of abbreviations is often useful."

Mehr ... (Achtung Frames, also keine direkte Verknüpfung)


::Ökonomie der Biodiversität::

Zwei neu entdeckte Websites öffnen den Zugang zu diesem Thema.

Biodiversity Economics

Von der Website:: "After an extensive period of testing, the new and improved Biodiversity Economics website was officially launched at the CBD COP in Curitiba, Brazil this March by IUCN-The World Conservation Union and WWF. Please browse the website and try out its upgraded features. We thank you for continuing to send us your comments as well contributing your own papers and events."

BIOECON

Von der Website:: "BIOdiversity and Economics for CONservation (BIOECON) is an interdisciplinary network of scientists working to advance economic theory and policy for biodiversity conservation. BIOECON assembles economists, lawyers and scientists from leading European academic and research institutions as well as members of prominent policy organisations to work together on designing and implementing cutting edge economic incentives for biodiversity conservation."


Database on Biodiversity Literature. The German GTI-NFP has collected literature relevant for the political and scientific biodiversity and taxonomy discussions. This collection has more than 330 (increasing) references from books, journal and other publications, which we now would like to make public. Abstracts to about a third of the papers are available and are just one click away ...


NEU:: Nationale Biodiversitätsstrategie der Tschechischen Republik (NBSAP in auch Englisch). Mehr ...


::natürlich vernetzt::

Eine (Wander-)Ausstellung unser Schweizer Kollegen zum Thema Biodiversität. Dazu gibt es eine Flash-Präsentation auf der Homepage des Forum Biodiversität Schweiz (in Deutsch und Französisch). Mehr ...


CIBERA

cibera ist eine interdisziplinäre Bibliothek für Fachwissenschaftler/innen und Studierende der Kultur, Geschichte, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft der spanisch- und portugiesischsprachigen Länder sowie der Karibik.


MeDaCollect :: Meta-Datenbanken über Biologische Sammlungen

MeDaCollect (Meta-Data on Collections) ist die Meta-Datenbank über biologische Sammlungen in der Schweiz. Sie wurde vom Forum Biodiversität Schweiz in Zusammenarbeit mit Fachleuten entwickelt.

Die Idee für eine Meta-Datenbank über biolgische Sammlungen ist auf folgendem Hintergrund entstanden:

In Museen, Instituten, Herbarien sowie bei Privatpersonen lagern unzählige Sammlungen der verschiedensten Organismengruppen. Sie stellen eine ausserordentlich wichtige Grundlage dar für systematisch-taxonomische Forschungsprojekte, Inventarisierungen, langfristige Monitoring-programme und Erfolgskontrollen von Massnahmen zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. Leider sind genaue Informationen über diese Sammlungen oft nur einer einzigen Person bekannt und die Informationen dementsprechend schwer zugänglich. ...


Wie Taxonomen uns vor Vogelgrippe schützen können

Taxonomen sind keine auf Vogelgrippe spezialisierten Impfärzte. Taxonomen sind ausgebildete Biologen, die unentwegt damit beschäftigt sind, Lebewesen möglichst exakt in ihren Lebensgewohnheiten zu erfassen. Und genau in dieser präzisen Beobachtung kann ein wertvoller Beitrag zum Schutz vor tödlichen Epidemien liegen. Zugleich leisten Taxonomen mit ihrer Arbeit einen wichtigen Beitrag, um den schwerwiegenden wirtschaftlichen Schäden vorzubeugen, die Kleinbauern wie Zuchtbetrieben durch die Vogelgrippe drohen.

Das Prinzip: Genau hinschauen und alles zählen – überall auf der Welt

Mehr im GTI-Webblog ...


European Distributed Institute of Taxonomy EDIT

European Distributed Institute of Taxonomy EDIT Taxonomy provides the basis for understanding biodiversity. Overcoming the taxonomic impediment involves both having enough trained taxonomists and having taxonomic information available to those who need to use them. The European Distributed Institute of Taxonomy project, EDIT, is a European Commission sponsored Network of Excellence aimed at starting to overcome the taxonomic impediment through collaboration and joint work programme. Through EDIT we hope to build capacity globally and provide information and tools for use by all. The EDIT proposal, which complements the European programme SYNTHESYS in support to infrastructures, is an initiative of the Consortium of European Taxonomic Facilities (CETAF) which since 1996 has been working for better integration of the taxonomic effort in Europe.

Letters to the Editor of Nature vom 2. März 2006


::Neuerscheinung::

Naturwissenschaftliche Forschungssammlungen in Deutschland: Schatzkammern des Lebens und der Erde

Herausgegeben für die Direktorenkonferenz der Naturwissenschaftlichen Forschungssammlungen Deutschlands (DNFS)

Die naturwissenschaftlichen Sammlungen der deutschen Forschungsmuseen bilden aufgrund ihrer Geschichte und ihres wissenschaftlichen Gewichtes einen wesentlichen Bestandteil des nationalen und internationalen Kultur- und Naturerbes. Ihr Stellenwert bei der wissenschaftlichen Bearbeitung und der Lösung brennender Zukunftsfragen unseres Planeten ist unschätzbar und wird in Zukunft noch weiter zunehmen. Dieser Band möchte in Form einer Bestandsaufnahme und Leistungsbilanz über die deutschen Forschungssammlungen informieren und Anregungen für ihre zukünftigen Entwicklungen geben.

Mehr direkt beim Verlag ...


Werbung für die Natur auf der ITB - Witzige Spots im Internet

Berlin/Bonn, 13. März 2006: Auf der Internationalen Tourismusbörse in Berlin waren am Sonntag originelle Kurzfilme des Projektes „Spots For Nature“ zu sehen. Gezeigt wurden die besten Beiträge des letzten Filmwettbewerbs, der vor allem Schüler, Studenten, aber auch professionelle Filmemacher aufforderte, originelle und witzige Werbespots einzureichen. Das Thema: Werbung für die Natur und für den Naturschutz.

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Aus der FAZ zum Internationalen Naturschutz

Geld für Europas letzte Leoparden

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Zweite Auflage der Toolkit CD jetzt verfügbar!


International Press Centre Biodiversity Research (IPCB) launched

On 14th and 15th November 2005, during the Communicating European Research conference in Brussels, Alter-Net launches the International Press Centre Biodiversity Research (IPCB).

The main goal of the IPCB is to offer a portal on biodiversity research news to the international press community. At the same time it will become an important source of information for researchers working in the field of biodiversity related research. The site will offer the latest news related to biodiversity research, press releases on recent findings , background documents on important biodiversity research issues and links to important information sources on biodiversity.


DARWIN INITIATIVE CALL FOR FUNDING APPLICATIONS FOR SCOPING (FORMERLY PRE PROJECT) AND FELLOWSHIP (FORMERLY SCHOLARSHIP) FUNDING SCHEMES 2006

The Darwin Initiative seeks to help safeguard the world's biodiversity by drawing on UK biodiversity expertise to work with local partners in countries that are rich in biodiversity but poor in financial resources. Since it's launch at the 1992 Earth Summit in Rio, the programme has already committed over £30 million to more than 300 biodiversity projects in nearly 100 countries.

[...]

The Department for Environment, Food and Rural Affairs (Defra) is now inviting applications from British institutions and organisations for Scoping and Fellowship funding under Phase II of the Darwin Initiative to commence from July 2006. ECTF are managing the application process on Defra's behalf. The guidance notes for applicants and application forms are available on the Darwin website at http://www.darwin.gov.uk/applications . If you have difficulty accessing the information and forms please contact ECTF. The documents are also available in large print on request.

The closing date for applications is 10 March 2006. Please send the completed form by email to darwin-applications@ectf-ed.org.uk - ensuring that the proposed project title/Fellow's name is in the subject line of the email. Defra expects to announce the successful applicants towards the end of May 2006.

Further information on the Darwin Initiative, including lists of projects funded in previous rounds, can be found on our web site at www.darwin.gov.uk . There are also five published reports which are available from the Defra Secretariat (darwin@defra.gsi.gov.uk ).

Applications Manager. Website: www.darwin.gov.uk Email: Darwin-Applications@ectf-ed.org.uk


Was hat die Vogelgrippe mit Taxonomie zu tun?

Die erste oberflächliche Antwort heisst natürlich: nichts! Die Vogelgrippe scheint ein Problem zu sein, dass vor allem Mediziner und Tierärzte umtreibt und selbstverständlich auch Geflügelzüchter. Vom Kleinbauern bis zum Großbetrieb ist die massenhafte Keulung des Geflügels ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, der manche Existenz bedroht. Aber Taxonomen?

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Dear Colleagues,

With the present message, the Belgian Focal Point to the Global Taxonomy Initiative, housed at the Royal Belgian Institute of Natural Sciences in Brussels, wishes to inform you on recent developments in our taxonomic capacity building project.

On 21 December 2005 we have officially launched our new call for proposals in regard to individual and institutional capacity building in taxonomy and collection management.

With the following web entry it is now possible to retrieve relevant information:

http://bch-cbd.naturalsciences.be/belgium/gti/

Applications can be submitted until February 28, 2006.

We strongly encourage electronic submission. The application form can now be filled in online. Alternatively, it can also be downloaded as a Word or Pdf file from our website or can be provided by email to interested parties. If electronic submission should be impossible, paper copies can also be sent by ordinary mail to the address mentioned below. The application form must at all times be complemented with a recent curriculum vitae.

We would be most obliged if you would be so kind to advertise this call for proposals through your network.

Yours sincerely, Dr Yves Samyn


::Medien und Taxonomie::

von Fabian Haas

Als Taxonomen sind wir Teil der Gesellschaft und müssen mit dieser, wollen wir weiter von dieser anerkannt und vor allem finanziert werden, erfolgreich kommunizieren. Ich habe mir dazu ein paar Gedanken gemacht, die ich hier zu Diskussion stellen möchte.

Das derzeitige gesellschaftliche Umfeld erscheint mir als besonders günstig, die Anliegen und Bedeutung der Taxonomen in die Öffentlichkeit und damit schließlich in die Politik zu tragen. Ich will dieses kurz erläutern.

Das Umfeld stellt sich mir wie folgt dar. Die CBD (Convetion on Biological Diversity), die Umweltkonvention, hat der Taxonomie erstmalig und auf UN Ebene, der politisch höchsten Ebene und dem damit verbundenen Ansehen, bestätigt, das die Taxonomie eine Schlüsselwissenschaft zur ihrer Umsetzung und zur Lösung der Umweltprobleme ist. Diese Legitimität kann keine andere Wissenschaft für sich beanspruchen! Diesen Impuls, der auf Konferenzen der CBD weiter verstärkt wird, gilt es auf nationaler Ebene effektiv umzusetzen. Ein Teil der Umsetzung leistete Deutschland bereits, in dem es als einer ersten und bestausgestatteten nationalen Kontaktstellen einrichtete.

Ich sehe auf nationaler Ebene darüber hinaus ein starkes gesellschaftliches Interesse an wissenschaftlichen Fragen. Die sei am Beispiel des Fernsehprogrammms dargestellt. Als Indikator sind hier insbesondere die Privatsender geeignet, die sich keinem besonderen Bildungsauftrag verpflichtet fühlen. Diese Sender spüren dem Zeitgeist nach und sind an einer Quotenmaximierung interessiert. Sendungen und Formate die sich hier erfolgreich etabliert haben entsprechen den Interessen der Zuschauer.

Trotz möglicher Kritik an der Wissenschaftlichkeit und der Art und Weise der Darstellung, die geübt werden kann, ist zu konstatieren, das sich wissensnahe (und wissenschaftsnahe) Inhalte großer Beliebtheit freuen. Eine komplette Auflistung wäre hier zu lang, es seien nur einige Formate genannt.

  • 1) "Wer wird Millionär" Formate finden sich auf allen Sendern, hier geht es auch um die spannende Vermittlung von Wissen
  • 2) "Clever, die Show die Wissen schafft" (SAT1)
  • 3) Galileo (Pro 7), "Welt der Wunder"
  • 4) "Gut zu Wissen, dem Alltag auf der Spur" (K1), "MythBuster - Die Wissensjäger" (RTL II)
  • 5) nano (3SAT), hitec (3SAT), DELTA (3SAT), Terra X (ZDF), "Länder - Menschen - Abenteuer" (ÖffRecht)
  • 6) Dokumentationen auf N24 und NTV, Discovery Chanel, "Abenteuer Leben" (K1)
  • 7) Spiegel TV Themenabende (VOX), "BBC exclusive" Reihe (VOX)

Viele dieser Formate werden mehrmals pro Woche zwischen 18:00 und 20:00 Uhr gesendet, also zu prominenter Zeit; sie werden nicht "ins Kopfkissen gespielt". Dieses würde nicht geschehen, wenn sich diese Formate nur Randgruppeninteresse bedienen würden. In diesem Zusammenhang stehen natürlich auch die technisch anspruchsvollen und teuren Animationsfilme, teilweise in Spielfilmlänge und im Abendprogramm, in denen insbesondere Dinosaurier und andere Fossilien mit Fleisch und Leben ausgestattet werden (BBC zusammen mit anderen Sendern) und die sehr erfolgreich vermarktet werden. Mehrfache Wiederholungen und DVD Ausgaben unterstreichen den Publikumserfolg.

Neben diesen wissenschaftsnahen Sendungen sei die Aufmerksamkeit noch auf Kriminalfilme und -serien gelenkt, die sich derzeit allerbester Quoten erfreuen. Hier nur eine fragmentarische Liste: "Der Letzte Zeuge" (ZDF), "CSI" plus zwei Ablegern (VOX, RTL) und "Medical Detectives" (VOX). Natürlich geht es hier nicht um Wissensvermittlung. Die starke Betonung der wissenschaftlichen Arbeitsweise und der Erfolg beim Publikum, zeigen jedoch, ebenso wie die oben genannten Titel, eine große Empfänglichkeit beim Publikum für dieses Arbeiten. Daher ist beispielsweise der forensische Entomologe Dr. Benecke, Netzwerkmitglied von BioNetworX, sehr oft Gast in den genannten Formaten und in "Talk Shows" auf denen er seine Arbeitsweise darstellen kann. Man fragt sich schon, wann der eigentlich arbeitet ...

Das Publikum ist offensichtlich bereit, sich auf wissenschaftsnahen Themen einzulassen, und sich zu wundern, zu wundern über die Natur und über die Leistungen der Wissenschaft. Sich über etwas zu wundern ist der erste Schritt zur Wissenschaft. Gleichzeitig wird vermittelt, dass Wissenschaft spannend ist!

"Wissenschaft", insbesondere die Biologie, scheint mir in der Öffentlichkeit positiv belegt und ein Thema zu sein, das viele Zuschauer spannend finden. Dabei ist interessant, dass diese Fernsehformate selten die Biodiversitätskrise behandeln. Ein Bedrohungsszenario erscheint also nicht notwendig um Interesse zu wecken, vermutlich ist es eher kontraproduktiv.

Diesen Hintergrund gilt es, meines Erachtens für die Anliegen der Taxonomie zu nutzen! Die taxonomische Gemeinschaft muss in diesem Chor selbst die Stimme erheben und mit fachlich fundierten und spannenden Beiträgen hörbar werden. Sie darf dieses Feld nicht anderen überlassen.

Der Weg dazu ist die Verstärkung und Institutionalisierung der Pressearbeit für die Taxonomie, in dem Journalisten und die Presseverteiler mit taxonomischen Themen bedient werden. Dabei darf nicht auf die Probleme abgestellt werden, dass wir mehr Geld und Stellen brauchen (das braucht jeder), es muss vielmehr positiv formuliert die Wichtigkeit taxonomischer Arbeit für aktuelle Fragen und Probleme der Gesellschaft herausgestrichen werden (siehe die zusammengestellten Fallgeschichten und Vogelgrippe). Der Terminus "Taxonomie" muss positiv besetzt werden. Es muss gezeigt werden, dass Taxonomie spannend ist, nur dadurch können wir weitere Unterstützung gewinnen. Diese positive Außendarstellung muss auch in die taxonomische Gemeinschaft hineingetragen werden, um dort weitere Aktivitäten zu ermuntern und zu initiieren.

Soweit einige Gedanken zum Thema. Über Eure Rückmeldung und eine lebhafte Diskussion im GTI-Webblog würde ich mich sehr freuen!!


::Bericht von der SBSTTA11::

Als Querschnittsaufgabe verfolgt die Globale Taxonomie Initiative das Ziel, die für die Erreichung der Ziele des Übereinkommens benötigten taxonomisch-wissenschaftlichen Grundlagen bereitzustellen. Hierunter fällt sowohl die Erweiterung dringend benötigter personeller und institutioneller taxonomischer Kapazitäten besonders in Entwicklungsländern, wie die Erleichterung und Verbesserung des Zugangs zu taxonomischen Daten und Informationen, die u.a. für eine korrekte Erkennung und Bestimmung der verschiedenen Organismenarten erforderlich sind.

Auf SBSTTA 11 wurden mit maßgeblicher deutscher Beteiligung Empfehlungen zur verbesserten Umsetzung und zu einer Erweiterung des auf der 6. Vertragsstaatenkonferenz (VSK) 2001 verabschiedeten Arbeitsprogramms der GTI beschlossen, die in erheblichem Umfang auf den Ergebnissen des europäischen Vorbereitungstreffen auf Vilm basieren. Unter Berücksichtigung einer in Folge der 7. VSK vom Sekretariat durchgeführten Evaluation ("in depth review") der bisher erfolgten Umsetzungsmaßnahmen zur GTI wurden Empfehlungen verabschiedet, die unter anderem die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit nationalen und internationalen taxonomisch ausgerichteten Forschungsprogrammen und Initiativen (GBIF, Species 2000, BioNet International), den verbesserten Zugang zu Beständen und Daten naturkundlicher Sammlungen, sowie die Umsetzung nationaler Prioritäten i.b. hinsichtlich eines taxonomischen "Capacity Building" hervorheben. Von dt. Seite vorgeschlagene Maßnahmen zur Durchführung der im Arbeitsprogramm geforderten, globalen Bestandsaufnahme taxnomischer Ressourcen und Bedürfnisse, sowie zur Präzisierung der bestehenden Programmelemente durch Benennung konkreter Vorgaben und Ziele wurden ebenso in die Empfehlungen aufgenommen, wie die Forderung nach zusätzlicher finanzieller Unterstützung i.b. der nationalen GTI-Kontaktstellen sowie weiterhin eines zusätzlichen Fördermechanismus speziell für die GTI seitens i.b. afrikanischer Entwicklungsländer. Weiterhin wurden zusätzliche Elemente für das GTI-Arbeitsprogramm zur Unterstützung der Programme des Übereinkommens zur Biodiversität montaner Regionen, Inseln, Schutzgebieten, sowie zu gebietsfremden, invasiven Arten beschlossen.

Als eigene Beiträge zur GTI wurden auf einem gemeinsam mit Belgien, der Global Biodiversity Information Facility (GBIF) und BioNET International organisierten "side event" die auf zwei workshops erarbeiteten Materialien zur Unterstützung nationaler GTI-Kontaktstellen vorgestellt und als Toolkit-CD verteilt, die ebenso wie zwei eigene Poster zu dem Thema große Beachtung fanden. Auf der im Rahmen von SBSTTA11 abgehaltenen Sitzung des GTI-Koordinierungsgremiums statt, das derzeit von dt. Seite geleitet wird, wurden die Umsetzung der beschlossenen Empfehlungen zur GTI besonders im Hinblick auf die bevorstehende 8. VSK in Brasilien im März 2006 erörtert.

Weitere - auch bebilderte - Berichte direkt von der SBSTTA 11 finden sich beim Earth Negotiation Bulletin ENB ...

NEU::Pilot 2006 Environmental Performance Index

"In einem internationalen Umwelt-Ranking landet Deutschland abgeschlagen auf dem 22. Platz - hinter Ländern wie Kolumbien und Costa Rica, aber noch vor den USA. Sieger ist Neuseeland, gefolgt von Schweden und Finnland."

So stand es in Spiegel Online, hier die Verknüpfung zur Originalwebsite ...


BIOBLIOTHECA DIGITAL, REAL JARDIN BOTANICO CSIC

Neue elektronische Bibliothek für 'antike' Botanische Literatur ist online, mit umfangreicher Linkiste zu anderen elektronischen Bibliotheken.


WISIA Wissenschaftliches Informationssystem zum Internationalen Artenschutz. In WISIA-online sind Informationen zum Schutzstatus von international und national geschützten Arten abrufbar. Es handelt sich hierbei um Arten, die nach den Deutschland geltenden Artenschutzregelungen geschützt sind. Damit unterliegen diese Arten gesetzlichen Regelungen und können nicht ohne weiteres gehandelt oder in Besitz genommen werden.


Was hat die Vogelgrippe mit Taxonomie zu tun?

Die erste oberflächliche Antwort heisst natürlich: nichts! Die Vogelgrippe scheint ein Problem zu sein, dass vor allem Mediziner und Tierärzte umtreibt und selbstverständlich auch Geflügelzüchter. Vom Kleinbauern bis zum Großbetrieb ist die massenhafte Keulung des Geflügels ein schwerer wirtschaftlicher Schlag, der manche Existenz bedroht. Aber Taxonomen? Sind das nicht die Leute die nur Vogelbälge abstauben und esoterische Daten handschriftlich in abgegriffene Karteikarten eintragen?

Nein, so sind die Taxonomen nicht. Erstens benutzen sie Computer und die Daten sind durch taxonomische Initiativen, wie GBIF (www.gbif.org) per Internet auf der ganzen Welt abrufbar. Zweitens sitzen Taxonomen nicht nur im Museum, sondern forschen global an oft sehr ungemütlichen Orten, wie das frostige Sibirien oder das feucht-heisse Asien. Dabei spüren sie, detailversessen wie ein Kriminalist, Lebewesen nach. Mit wem hat "meine Art" Kontakt, was frisst sie und von wem wird sie gefressen? Wann und wo brütet sie, und wann ist sie überhaupt wo zu finden? Dies alles gilt es durch viele, einzelne Beobachtungen herauszufinden und ist biologische Basiswissen, auf dem sich vieles aufbauen läßt. Mit der letzten Frage, nach dem Wo ist die Art Wann, sind wir schon ganz direkt bei der Vogelgrippe.

Denn Vögel sitzen nicht ihr ganzes Leben an einem Ort, sondern ziehen über weite Strecken, oft über ganze Kontinente um den Jahreszeiten auszuweichen. Am bekanntesten ist sicher der Vogelzug über den Bosporus und viele von uns haben ihn schon im Urlaub bewundern können. Aber das ist nicht die einzige Route, es gibt noch ganz andere Vogelzüge, auch in Ost-West-Richtung. Deshalb kann uns die Vogelgrippe, die im Fernen Osten grassiert nicht egal sein: der Ferne Osten ist für viele Zugvögel gar nicht so fern. Sie pendeln regelmäßig zwischen ihren europäischen und asiatischen Verbreitungsgebieten.

Woher wir das wissen? Ganz einfach: Taxonomen waren schon früh vom Vogelzug fasziniert und haben versucht herauszufinden, wo sich ihre Lieblinge herumtreiben. Das geschah durch die Beringung der Vögel. Ganz ohne Anwendung und ohne wirtschaftlichen Nutzen, vielleicht etwas exzentrisch, konnte damit in jahrzehntelanger Kleinarbeit die Wanderrouten der Vögel auf der Weltkarte nachgezeichnet werden. Diese Daten sind übrigens in einer weltweiten Initiative unter Beteiligung Deutschlands online abrufbar (www.groms.de). Daher wissen wir von dem Ost-West-Zug vieler Vögel und daher wissen wir, dass der Ferne Osten ganz nah ist. Damit auch die Vogelgrippe. Diese hat also sehr viel mit Taxonomie zu tun.

Die Vogelgrippe ein sehr eindrucksvolles Beispiel dafür, wie biologisches Basiswissen - oft gegen Widrigkeiten von einer weltweiten Gemeinschaft von Taxonomen erarbeitet - in einer immer kleiner werdenden Welt über Nacht extrem wichtig wird. Ohne die detektivische Kleinarbeit der letzten Jahrzehnte - über Nacht ließe sich der Vogelzug nicht erfassen! - könnten wir die Bedeutung der asiatischen Vogelgrippe für uns nicht richtig einschätzen. Wir wären nicht in der Lage angemessen zu reagieren.

Taxonomie ist oft langwierig, aber immer faszinierend und ihre Resultate werden - oft über Nacht - extrem wichtig!

Fallgeschichte von Fabian Haas, Januar 2006

Dazu auch folgende Pressemeldung

Turkey sits at major crossroads for migratory birds Turkish Press , 06 January 2006

ANKARA - Turkey, where two teenagers have died from bird flu in the first such fatalities outside Southeast Asia and China, is crossed by three major routes used by migratory birds blamed for the spread of the epidemic.


INTERNATIONALER TAG DER BIODIVERSITÄT

Weitere Informationen und Anregungen zur konkreten Aktion auf dieser Seite der CBD ...

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Ahmed Djoghlaf neuer Exekutivsekretär der CBD

Die Umweltkonvention CBD hat seit 01.01.2006 einen neuen Exekutivsekretär, Ahmed Djoghlaf. Er ist Algerier, 52 Jahre alt und arbeitete zuvor in Nairobi bei der UNEP und der Global Environmental Facility, dem Finanzierungsmechanismus der CBD.

Seine gesamte "Antrittsrede" ist hier zu finden (PDF Download).

Wir in der GTI Kontaktstelle wünschen ihm einen guten Start und viel Energie um die CBD weiter auf Kurs und effizient zu halten.

Mehr auf der CBD Seite ...


Spinne des Jahres 2006

Ein Chamäleon unter den Spinnen: Die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) ist Europäische Spinne des Jahres 2006.

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Insekt des Jahres 2006

Glücksbringer Siebenpunkt ist Insekt des Jahres 2006

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Regional (EU/EC): Natur & Biodiversität | EC-CHM | EEA | EUNIS | ECNC | EPBRS

Global: CBDGTICHM

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Die Nationale GTI-Kontaktstelle wird vom Bundesamt für Naturschutz mit Mitteln des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert. Editiert am 25.04.2007 von S.C. Renner & C.L. Häuser.

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