Die Fallstudien sind dafür gedacht, die Anwendungsbereiche der Taxonomie zu veranschaulichen. Häufig wird die Taxonomie in Kombination mit anderen Fachgebieten angewendet mit dem Ergebnis einer nur geringen "Sichtbarkeit". Einige der Fallstudien beziehen sich auf Deutschland, andere auf andere Länder und Regionen. Die Idee mit den Fallstudien ist nicht neu. Andere Organisationen und Gruppen haben ebenfalls schon welche erarbeitet (z.B. BioNet, BioGenesis). Die Fallstudien auf dieser Webseite, die ursprünglich aus anderer Quelle stammen, sind jeweils mit Quellenangaben versehen.
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Foto: Gerd Petratscheck / PIXELIO
In einem Ökosystem sind die Organismen von einander abhängig und z.T. durch evolutionäre Parallelentwicklungen aneinander angepasst. Ein gutes Beispiel für Pflanzen-Tier Interaktion und Koevolution ist die Samenverbreitung. Je nach Lebensraum und Umweltbedingungen kann die Samenverbreitung von Pflanzen von den unterschiedlichsten Tieren abhängen.

Foto: Jan Borgsted / Flickr
Wissenschaftler entdeckten im Februar diesen Jahres am Rande der West-Antarktischen Halbinsel in einer Vertiefung des antarktischen Festlandsockels, die Palmers Deep genannt wird, in 950-1419 Meter Tiefe eine vermehrungsfähige Population der Krebsart Neolithodes yaldwyni.

Foto: cotinis / Flickr
Bereits 1984 wurden Versuche zur Bekämpfung der südamerikanischen Pflanze Solanum mauritanum (deutsch: „Wolliger Nachtschatten“) unternommen, deren unkontrollierte Ausbreitung in den regenreichen Gebieten Südafrikas zu massiven Umweltproblemen geführt hatte.

Foto: Andreas Hallerbach / Flickr
Zahlreiche Meeresorganismen sind im Larvenstadium mobil und bilden erst später sessile Kolonien. Obwohl es einige Forschungsvorhaben zum Thema gibt, ist noch nicht viel über die Mechanismen der Verbreitung bekannt. Diese sind komplex und von zahlreichen Faktoren wie Lebensalter, Überlebensraten und Schwimmgeschwindigkeit der Larven aber auch Umweltfaktoren wie Lage in der Wassersäule, Mondzyklen und Strömung abhängig. Solche Schätzungen zum Verbreitungspotential mariner Organismen basieren auf Modellen und sind essentiell, um die Dynamik, genetische Struktur, Biodiversität und Biogeographie von Metapopulationen zu verstehen.
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Foto: Sebastian Karkus / PIXELIO
Die EHEC - Epidemie hatte vor kurzem weltweit für Schlagzeilen gesorgt. Ausgelöst wurde sie von einem relativ unbekannten Stamm des häufigen Bakteriums E.coli, das sich in der Darmflora des Menschen findet. Anders als seine harmlosen Verwandten verursacht EHEC (Enterohämorrhagische Escherichia coli) blutige Durchfallerkrankungen und hat Anfang des Sommers 2011 zu einer Epidemie in Europa geführt, bei der 4,200 Menschen erkrankten.

Foto: Arthur Chapman
Teebaumöl ist ebenfalls ein bekanntes pflanzliches Mittel, das wegen seiner antibakteriellen Wirkung vielseitig eingesetzt wird. Das Öl kann aus den Blättern und Zweigen verschiedener Baumarten aus der Familie der Myrthengewächse (Myrtaceae) gewonnen werden. Die Myrthengewächse liefern zahlreiche bekannte ätherische Öle wie z.B. Eucalyptus, Cajeput, Niaouli, Gewürznelke, Manuka und Myrte. Der Hauptwirkstoff des Teebaumöls ist Terpinen-4-ol.
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Foto: Uschi Dreiucker / PIXELIO
Zimt wird aus der Rinde von tropischen Bäumen gewonnen, die zu der Familie der Lorbeergewächse (Lauraceae) der Gattung Cinnamomum gehören. Diese können aus verschiedenen Ursprungsländern stammen. Es gibt mehrere 100 verschiedene Arten zimtliefernder Bäume. Alleine die Gattung Cinnamomum umfasst etwa 300 Arten. Handelsüblich sind in Deutschland nur zwei Arten von Zimt, der Ceylon-Zimt (Cinnamomum verum) und der Cassia-Zimt aus China (Cinnamomum aromaticum). Letzterer enthält lebertoxisches Cumarin, ein Duft- und Aromastoff, der in vielen Pflanzen vorkommt, z.B. in Waldmeister und der Tonkabohne.

Foto: Jackie Dougan
Aus einer südafrikanischen Pflanze, der Kap-Pelargonie (Pelargonium sidoides DC.), wird das Heilmittel Umckaloabo® hergestellt, das vor allem bei akuten und chronischen Atemwegsinfektionen verwendet wird. Das Mittel ist inzwischen in Deutschland ein gängiges pflanzliches Heilmittel, das man in vielen Apotheken bekommt. Der Name bedeutend in der Zulu-Sprache „schwerer Husten“.
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Foto: JPW. Peters / PIXELIO
Innerhalb der Familie der Marienkäfer (Coccinellidae) gibt es weltweit über 6000 beschriebene Arten in 370 Gattungen. In Deutschland existieren 82 verschiedene Marienkäferarten. Wie wichtig die Unterscheidung der Arten und damit also die Taxonomie für Umwelt und Mensch ist, zeigt das Beispiel des Asiatischen Marienkäfers Harmonia axyridis.
Menschen nutzen tierische und pflanzliche Ressourcen u.a. wegen ihres ökonomischen Wertes oder wegen des damit verbundenen Freizeitwertes. Wenn die Ressurcen sehr stark genutz werden oder selektiv ausschließlich Tiere und Pflanzen mit bestimmten äußerlichen Merkmalen bevorzugt werden, ist es möglich, dass die Populationen zusammenbrechen bzw.