Aktuelle Meldungen

Ausschreibung für 2014: Bernhard Rensch-Preis

27. November 2013

Mit dem Bernhard Rensch-Preis würdigt die GfBS (Gesellschaft für Biologische Systematik) seit dem Jahr 2004 herausragende Leistungen von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern auf dem Gebiet der Systematik und Biodiversitätsforschung.

Der Preis ist mit 1.500 € dotiert und wird von der GfBS überwiegend durch die Rendite der von Ernst Mayr gestifteten Summe finanziert. Mit dem Bernhard Rensch-Preis sollen auf Anregung des Preisstifters Mayr die Leistungen des Namenspatrons Bernhard Rensch für die Synthetische Evolutionstheorie und die organismische Zoologie im Allgemeinen gewürdigt werden.

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Applications for the 2013/14 Systematics Research Fund are now open!

11. November 2013

Der Systematic Research Fund (SRF) verwaltet einen großen Fonds zugunsten der systematischen Forschung. Einzelheiten des SRF kann auf der Homepage gefunden werden. Der Fonds hat eine jährliche Finanzierungsrunde mit publizierten Fristen. Für Informationen über die Bewerbungsvoraussetzungen und Details zur Anmeldung folgen Sie bitte den Links auf der rechten Seite. Anmeldungen können nur durch das zur Bewerbungsrunde freigeschaltete Online-Formular gestellt werden.

Typische Förderleistungen umfassen: Beiträge zur Feldarbeit, Ausgaben für die Anschaffung von wissenschaftlichen Geräten oder Know-how (zB Kauf von analytischen Geräten), Probenvorbereitung (einschließlich der Kosten für temporäre technische Hilfe) und Beiträge zu den Veröffentlichungskosten. Projekte einer allgemeineren oder bildender Art werden ebenfalls berücksichtigt, sofern sie eine starke systematische Komponente beinhalten.

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DEST "Modern Taxonomy" Kursprogramm für 2013-2014 jetzt online!

25. September 2013

Auch für 2013-2014 bietet DEST  (Distributed European School of Taxonomy) die folgenden theoretischen Kurse für Studenten, Fachkräfte und junge/angehende Forscher aus dem Bereich der Taxonomie an. Primäres Ziel des Programmes is es, neue Generationen von Wissenschaftlern mit grundlegender taxonomischen Experteise auszustatten. Das Kursprogramm zielt Themenbereiche an wie: Nomenklatur; Beschreiben, Dokumentation und Illustration von Biodiversität/Arten; Sammlungskuration + Erhaltung.

Das Programm ist für Teilnehmer aus europäischen und nichteuropäischen Ländern ausgeschrieben.

http://www.taxonomytraining.eu/content/modern-taxonomy-course-programme-...

Die Kursliste wird laufend erweitert!

Spinnen in Deutschland: Immer mehr neue Arten

25. September 2013

Weltweit gibt es rund 40.000 entdeckte Spinnenarten, von denen einige auch hierzulande leben. Neu ist, dass immer mehr Spinnen in Deutschland Einwanderer aus anderen Ländern sind – als Mitbringsel aus dem Urlaub oder versteckt in Importgütern.

Sie reisen als blinde Passagiere mit aus dem Urlaub, krabbeln aus importierten Lebensmittelkisten von Schiffen oder kommen als illegale Einwanderer aus Lkws auf deutschen Boden – Spinnen! Immer mehr ausländische Arten werden durch Reisen und Güterverkehr nach Deutschland geschafft und siedeln sich hierzulande an. Es sind Tiere wie die Kräuseljagdspinne und die in Gebäuden vorkommende Zitterspinne, welche nur zwei Beispiele für fremde Spinnen in Deutschland darstellen, die ihren Weg aus dem Ausland geschafft haben.

Die meisten bisher enttarnten Einwanderer sind harmlos, doch laut eines Online-Berichts des "Focus" soll sich auch die giftige Schwarze Witwe auf den Weg in die Bundesrepublik gemacht haben. Einzelne Arten wurden schon gefunden – sich vermehrende Populationen seien aber noch nicht bekannt. Für Menschen sind die fremden Spinnen relativ ungefährlich, da sie eher scheu sind und sich in der Regel von Insekten ernähren.  

 

 

Zecken auf dem Vormarsch! Durch Klimawandel jetzt schon aktiv

30. Juli 2013

  Der Klimawandel mit seinen warmen und regenreichen Wintermonaten verändert auch die Lebensweise der Zecken. Sie sind jetzt bereits das ganze Jahr aktiv und dringen rasant in neue Lebensräume vor. Damit steigt für Menschen die Gefahr der Übertragung von gefährlichen Infektionen wie Borreliose und der Frühsommer-Meningo-Enzephalitis (FSME). Mit der Auwaldzecke breitet sich derzeit eine neue Art in Deutschland aus, die beim Hund die Babesiose – das so genannte Hundemalaria – überträgt. Die Waldexperten der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) raten dringend zu Vorsichtsmaßnahmen bei Aufenthalten in der Natur.

Weitere Informationen im Internet

  

Urzeitriesen: Möglicherweise neue Dino-Art entdeckt

19. Juli 2013

Vor rund 185 Millionen Jahren stampften Dinosaurier auch durch den heutigen Nordosten Deutschlands. Möglicherweise haben Geologen dort nun bei Grabungen in einer Tongrube eine neue Sauropoden-Art entdeckt

Form wie auch Proportionen der jeweils zwischen zehn bis fünfzehn Zentimeter großen Beckenknochen-Bruchstücke belegten, dass es sich um Überreste eines Tieres aus der Gruppe der pflanzenfressenden Sauropoden handele.

Möglicherweise handele es sich aufgrund der anatomischen Besonderheiten sogar um eine neue Sauropoden-Art, sagte Stumpf. „Dies wäre eine Riesensensation.“ Absolute Gewissheit würden aber vermutlich nur weitere Knochenrestfunde bringen.

Göttinger Forscher entdecken neue Primatenarten

17. Juli 2013

Wissenschaftler des Deutschen Primatenzentrums (DPZ) in Göttingen, des Duke Lemur Centers, der University of Kentucky in den USA und der Université d'Antananarivo auf Madagaskar beschreiben im "International Journal of Primatology" zwei neue Arten von Mausmakis: Die neuen Arten heißen "Microcebus tanosi" und "Microcebus marohita" und leben wie alle Lemurenarten ausschließlich auf Madagaskar. Damit steigt die Anzahl der bekannten Mausmaki-Arten auf 20. Microcebus marohita wurde auf Betreiben des Göttinger Verhaltensforschers Peter Kappeler bereits auf die Rote Liste der bedrohten Tierarten gesetzt.

Die neuen Arten beschreiben die Forscher erstmals in einem Beitrag des Fachmagazins "International Journal of Primatology", der am 26. März vorab online erscheint. Die kleinen Primaten wurden bereits 2003 und 2007 bei Feldforschungen in den Wäldern Madagaskars entdeckt, aber erst jetzt als jeweils neue Arten beschrieben.

What's in a name? Neue Methoden beschleunigen die Namensgebung

24. Mai 2013

Um den langwierigen Prozess der Benennung neuer Arten innherhalb der hochdiversen Gattung von Rüsselkäfern Trigonopterus erheblich zu beschleunigen, wandelten deutsche Entomologen Alexander Riedel (Naturkundemuseum Karlsruhe) und Michael Balke (Bavarian State Collection of Zoology) die herkömmlichen Methoden der taxonomischen Namensgebung ein wenig ab.

Obwohl die Mehrzahl der 101 neu entdeckten Käferarten anhand lateinischer Worte beschrieben worden, wurden einige Käfer schlicht nach ihrem Fundort benannt. Ein Käfer trägt den Namen eine Forscherkollegens Katayo Sagata, ein anderer wurde nach der prominenten Rüsselkäferexpertin Rene Tänzler geehrt. 

Die traditionelle Namensgebung beruht strikt auf strukturelle Beschreibungen, hätte die Forscher aber anhand der hohen morphologischen Ähnlichkeit der vielen Käfer einen ungeheuren zeitlichen Aufwand geokstet.

Stattdessen sortierten die Forscher die verschiedenen Arten durch Gensequenzierungen von DNA-Sequenzen der jeweiligen Käfer. Die Ergebnisse wurden in Frontiers of Zoology publiziert. Bilder der beschriebenen Arten wurden dann in der Online-Datenbank Species ID veröffentlicht.

 

Link zum vollständigen Originalartikel, mit Bildern (National Geographic, 29. März 2013)

 

andere interessante Links:

 

Blüten lassen die traditionelle Taxonomie rätseln

8. Mai 2013

Blütenmorphologien könnten weniger verlässlich sein als andere Merkmale bei der Bestimmung von Verwandschaftsbeziehungen von Papilioniden- Arten und Gattungen.

Seit hunderten von Jahren arbeiten Pflanzentaxonomen daran, Verwandschaftsbeziehungen zwischen Arten zu verstehen. Bis vor Kurzem standen ihnen hierfür als Informationsquelle lediglich morphologische Eigenschaften der jeweiligen Pflanzen zur Verfügung - kurz, Merkmale welche betrachtet, gemessen, gezählt, kategorisiert und visuell beschrieben werden konnten. Hierbei spielten vor allem Aspekte der Blütenform- und Anordnung eine übergeordnete Rolle. Jetzt hat jedoch ein internationales Team von Wissenschaftlern herausgefunden, dass die Blütenmorphologien weitaus weniger verlässliche Anzeiger für Verwandschaftsgrade unter Papilioniden- Arten und Gattungen sein könnten, als bisher angenommen. Trotz der auffälligen Unterschiede in Blütenform zeigten sich Luetzelburgia, Sweetia, Vatairea, und Vataireopsis als enge Verwandte, wobei zwei sich morphologisch stark ähnelnden Gattungen keine besonders enge Verwandtschaft nachweisbar war. Laut Cardoso ist von einer Ähnlichkeit der Blütenmorphologie nicht direkt auf phylogenetische Verwandschaft zu schließen. Oft sind gerade Gattungen mit sehr unterschiedlicher Blütenform (Luetzelburgia und Vatairea) eng miteinander verwandt, und Gattungen mit morphologisch sehr ähnlichen Blüten verdanken dies einer konvergenten Evolution (Vatairea und Vataireopsis).

Den vollständigen Text zu dieser Studie finden Sie in der aktuellen Ausgabe des American Journal of Botany.

 

Link zum Artikel (March 4, 2013)

Deutscher Naturschutzpreis 2013

19. April 2013

Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) und der Outdoor-Ausrüster Jack Wolfskin haben am 27. November 2012 die Bewerbungsphase für den Deutschen Naturschutzpreis 2013 gestartet. Der Preis steht in diesem Jahr unter dem Motto „Lebensraum Wasser – Vielfalt entdecken, erleben, erhalten“. Bewerben können sich Teinehmer mit originellen Projektideen aus Naturerlebnis, Naturbildung und Naturschutz. Wie auch im Vorjahr gibt es dieses Jahr neben den herkömmlichen Wettbewerbskategorien Förderpreis und Ehrenpreis zusätzlich den Bürgerpreis. Dieser richtet sich ausdrücklich an "Nicht-Profis" und möchte die Arbeit lokaler Initiativen im Naturschutz unterstützen. Der Ehrenpreis ist mit 10.000 Euro dotiert, Nominierungsschluss hierfür ist der 27. Mai 2013.

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