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Wieviele Taxonomen gibt es (nur English)? Warum brauchen Organismen Namen? Wer braucht taxonomisches Wissen? Bestimmungsschlüssel im Internet (Online Identification keys) Wo hat sich taxonomishces Wissen bewährt (Link zu 'Case Studies')? |
Wieviel Taxonomen gibt es? How many taxonomists? |
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Aus dem offiziellen GTI-Arbeitsprogramm: Broadly understood, taxonomy is the classification of life, though it is most often focused on describing species, their genetic variability, and their relationships to one another. For the purposes of the Convention taxonomy is taken in its broadest sense and is inclusive of systematics and biosystematics at the genetic, species and ecosystem levels. |
Hier wird Taxonomie bewusst weit gefasst und umspannt auch systematische und genetische Variabilität und Fragestellungen.
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Was andere zu "Taxonomie" sagen: WIKIPEDIA Eintrag zu Taxonomie |
Mit der Vergabe eines Namens für eine Tier- oder Pflanzenart werden diese eindeutigen charakterisiert: welche Form und Farbe hat sie, welche Geräusche bringt sie hervor; wann existiert sie wo; wie sehen die Larven aus.
Wenn diese alles bekannt ist, vereinfacht sich die Kommunikation entscheidend! Nun muss nicht immer der ganze Organismus von neuem geschildert oder abgebildet werden, nein, es reicht seinen Namen anzugeben. Dann sind Angaben und Informationen über Organismen auch plötzlich in nicht-biologischen Systemen verwend- und verfügbar, wie z.B. in Bibliotheken und Datenbanken. Dort finden sich lange Listen mit Organismennamen mit ebenso langen Listen von Verweisen auf Informationsquellen zu diesem Organismus, ohne Namen kaum vorstellbar. Nun ist feststellbar, dass dieser oder jener Organismus nicht nur an dem Ort vorkommt, an dem ich ihn gefunden habe, sonderen auch noch ganz wo anders. Ich finde plötzlich auch Angaben zu den Ernährungsgewohnheiten des Organismus, zur Physiologie, zum Generationswechsel, zur Gefährdung der Art und zur ihrer Schädlich- bzw. Nützlichkeit. Ohne die Vergabe eines Namens ist dieser Zugewinn an Wissen über diese Art nicht vorstellbar.
Es gibt übrigens etwa 2 Mio. beschriebene Arten zu unterscheiden und viele warten noch darauf einen Namen zu bekommen.
nach obenTaxonomisches Wissen und Fähigkeiten sind immer dann von Nöten, wenn Organismen sicher identifiziert werden müssen. Nur so können schädliche, harmlose und nützliche Organismen voneinander getrennt werden. Wer möchte eine teure Schädlingsbekämpfung starten und damit harmlose oder gar nutzliche Organismen dezimieren. Umgekehrt möchte man keine Schutz- und Bekämpfungsaktion versäumen, wenn nun tatsächlich Schadorganismen vorhanden sind.
Von extremer Wichtigkeit ist die genaue Identifikation auch in der medizinisch-pharmazeutischen Forschung: - scheinbar - kaum unterscheidbare Arten, haben unterschiedliche Inhaltsstoffe, die einen wirkungslos, die anderen wirkungsvoll. Zwar könnte man die Unterscheidung der Organismen auch anhand einer chemischen Analyse durchführen; die ist aber sehr teuer und zeitaufwendig. Die schnelle bestimmung durch eine ausgebildeten Taxonomen ist da schneller und kostengünstiger.
Die genaue Identifikation von Dingen ist also immer dann notwendig, wenn diese Dinge für uns wichtig sind. Zwei Beispiele mögen dieses verdeutlichen.
Schnee ist für uns einfach nur weiss - was uns in den meisten Fällen reichen wird. Als Skifahren kennen wir vielleicht noch einige weitere Variationen. Die Inuit (Eskimos) in Nordamerika unterscheiden nun aber über 30 Schneefarben. In dieser Umgebung ist es überlebenswichtig, auch feinste Unterschiede benennen und kommunizieren zu können.
Das nächste Beispiel mag vielleicht etwas überraschend sein, zeigt aber sehr schön, wie stark wir oft an der Identifizierung selbst von einzelnen Dingen interessiert sind. Bei unseren Mitmenschen halten wir die Unterschiede, selbst zwischen Individuen, für so wichtig, dass jedes Individuum einen eigenen Namen bekommt. Es ist uns eben nicht egal (auch auf juristischer Ebene nicht gleichgültig), wer das sprichwörtliche Tisch-und-Bett mit uns teilt, wessen Kinder wir umsorgen, welcher Arbeitskollege unser Chef ist. Sie können sicher selbst die Liste der Beispiele beliebig fortsetzen.
Taxonomen sorgen nun für die Unterscheidbarkeit von Organismen. Gute Taxonomen entdecken selbst die Individualität ihrer untersuchten Organismen; Ohrwurm ist nicht gleich Ohrwurm, Rose ist nicht gleich Rose, Gerste ist nicht gleich Gerste. Diese Unterscheidungsfähigkeit ist von ganz erheblicher Bedeutung, wie ich versucht habe zu zeigen.
Taxonomisches Wissen und Fähigkeiten wird von einer Reihe von Berufsfeldern, auch ausserhalb der eigentlichen, systematischen Wissenschaft benötigt. Hier nur die wichtigsten:
Es sind eine Reihe von Verzeichnissen online verfügbar, die auf taxonomisch und systematisch arbeitende Menschen verweisen. Nach Aufbau und Anspruch unterschiedlich, geben die Verzeichnisse doch immer Auskunft über das bearbeitete Taxon und die Email-Adresse des Bearbeiters.
Auch auf der der Seite über die Taxonomenzahlen!!
There is a number of directories on systematists and taxonomists on the internet available. They differ according to structure and degree of completeness, but all give in information on the taxon and the email address of the worker.
See also the page on the numbers of taxonomists!!
Directory of Experts in the Identification of British Columbia Species
American Society of Plant Taxonomists
GLODIR: Global Directory of Marine (and Freshwater) Professionals: OceanExpert currently contains 10418 records
Directory of Systematists of the World
World Taxonomist Database (ETI)
Verzeichnis deutschsprachiger Entomologen & Arachnologen
Database of Indian Taxonomists (DIT)
Taxonomenverzeichnis der japanischen GTI-Kontaktstelle für den asiatischen Raum
(mit Einträgen für Bangladesh, China, India, Indonesia, Japan, Malaysia, The Netherland, Pakistan, Philippines, Sri Lanka, Taiwan, Thailand, Vietnam)
Regional (EU/EC): Natur & Biodiversität | EC-CHM | EEA | EUNIS | ECNC | EPBRS
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